DJV warnt vor Hunger-Honoraren

Ob es reicht, um anständig satt zu werden? (Foto: digitalice  / pixelio.de)

Ob es reicht, um anständig satt zu werden? (Foto: digitalice / pixelio.de)

21. Jun. 2011 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat freie Journalistinnen und Journalisten davor gewarnt, ein Jobangebot der Plattform Wikio Experts anzunehmen. Journalisten sollten dort für einen Beitrag mit 200 bis 400 Wörtern je nach Thema und Arbeitsaufwand mit 5 bis 15 Euro vergütet werden. Die Artikel sollen online auf den Seiten der Wikio Group veröffentlicht werden. Wikio hat das Jobangebot aktuell über einen Branchendienst an zahlreiche Journalisten geschickt.

„Freie Journalisten benötigen ein angemessenes Honorar zur Finanzierung ihrer Arbeit. Tarifverträge und Vergütungsregeln enthalten deutlich höhere Sätze”, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er wies zudem darauf hin, dass die Honorarsätze auch in tariflosen Medien deutlich über den Sätzen von Wikio liegen würden. Der DJV habe im Übrigen eine Übersicht über übliche Honorare und Vertragsbedingungen in solchen Branchen verfasst, die Medienanbietern auch online zugänglich sei.

„Qualitativ anspruchsvoller freier Journalismus kann nicht zu derart geringen Honoraren geleistet werden. Wikio sollte diese Honorarsätze sofort nach oben korrigieren“, forderte Konken.

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