
Yahoo kombiniert auf seiner Website Suchabfragen mit News
Sollten Online-Journalisten unter die SEO-Texter gehen?
Auch wenn die Verlockung für die Online-Redaktion groß ist, Inhalte aus den Printmedien einfach eins zu eins zu übernehmen, sollte man davon keinen Gebrauch machen. Leser von Internetseiten schätzen kurze Texte, denn sie “scannen” die Seiten auf - für sie - relevante Inhalte.
Suchmaschinen hingegen bevorzugen eher Stich- oder Schlagworte, die sie mit Suchbegriffen (Keywords) abgleichen können. Bei den Inhalten scannen die Robots und Crawler nach Keywords, um Trefferlisten zu generieren.
In längeren Fachbeiträgen sind Zwischentitel hilfreich, die man z.B. durch Fettdruck hervorheben kann. Dies erhöht die Übersicht für die menschlichen Lesern. Suchmaschinen bewerten die entsprechenden Tags im HTML-Code.
Suchmaschinen belohnen eine gewisse Anzahl gleicher Keywords durch ein besseres Ranking (Keyword-Relevanz). Übertreibt es der Schreiberling, wird er als Spammer abgestraft.

Arbeitsmittel von Online-Journalisten (Foto: wjk)
Ganz einfach haben die rund 10.000 Online-Journalisten in Deutschland nicht. Sie werden auch nach mehr als 10 Jahren Existenz immer noch ein wenig als Exoten betrachtet. In vielen Fällen stossen die Internet- oder Netz-Journalisten auf fragende Blicke, wenn sie die Besonderheiten ihres Berufsbildes aufzeigen.
“Die hängen doch nur zu Hause vor ihren Monitoren ab”, so die vielfache Meinung von Zeitgenossen. Andere beschimpfen Online-Journalisten gar als “Blogger”. Auch Verwechselungen mit “Bürgerreportern” machen deutlich, wieviel Aufklärungsbedarf hier noch besteht.
Das Statistische Bundesamt verzeichnet mittlerweile über 5 Millionen Beschäftigte, die ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten. Doch wie wird die “Heimarbeit” entlohnt? Welche Unterschiede gibt es zwischen festangestellten Redakteuren mit einem fixen Zeitkorsett (festen Arbeitszeiten ) sowie Anwesenheitspflicht und den freien Journalisten, die sich an verschiedenen Auftraggebern orientieren müssen. Freie Journalisten tragen volles unternehmerisches Risiko. Sie erkaufen sich ein Stückchen Freiheit in der Berufsausübung meist mit hohem Zeitaufwand oder nehmen deutliche Einkommens-Defizite in Kauf. (weiterlesen…)

Was kann schöner sein, als mit Menschen zu kommunizieren (Foto: wjk)
Im Zeitalter der sozialen Medien und Netze zwitschern, plaudern und kommentieren viele Menschen im Internet. Denoch ist auch die journalistische Kommunikation gefragt. Tagesaktuelle Berichterstattung, Dossiers, Interviews, Meinungen und Hintergründe decken den Informationshunger vieler Menschen ab.
Schauen Sie sich mal die Politik an.
In einer Demokratie ist die Arbeit von Journalisten zur Meinungsbildung mündiger Bürger gefragt, auch wenn sich die Politiker direkt über Twitter oder Facebook an ihre Wähler wenden können. Gute Recherchen sind vonnöten, um die Streu vom Weizen zu trennen. Hier leisten die sozialen Medien für den nutzenden Journalisten wertvolle Hilfestellung. Nirgendwo sonst erhält er so schnell ein unverblümtes Stimmungs- oder Meinungsbild des Wahlvolkes.
Menschen ernst zu nehmen, bedeutet die Kommunikation mit ihnen angemessen zu gestalten.